LYRIK

LYRIK...


Winterlied

Kälte nebelt in den neuen Tag
In einen frostig frühen Morgen
Derweil noch die Erde schläft
Noch keusch und ohne Sorgen

Leise Winde hauchen Lieder
 Es tanzen Licht und Schatten
Ins Blau das Fern am Horizont
Scheu sich zeiget über Matten

Luzide noch der Sonne Licht
Still der zu Eis gefrorene See
Bereit ins Licht aufzubrechen
Eine Geburt mit Ach und Weh

Ein leuchtend heller Schimmer
Lässt Nebel schnell verbleichen
Dieser strahlende Winterzauber
Soll niemals wieder weichen

Nur zu kurz lebt das Tageslicht
Der Tag fleucht hin zur Nacht
Ein kurzes Abendrot am Berg
Nun stirbt das Licht ganz sacht

© Hans-Peter Zürcher


 
 
Herbstimpressionen

Es pilzt im Wald und auf der Heide
Der feuchten Nebel ihr stilles Kind
Ein Schaf noch blökt auf der Weide
Und im Stall muht ein junges Rind

Oben am Berg fällt erster Schnee
Das Wild zieht es hinab ins Tal
Da grünt es noch frisch im Klee
Noch hat der Herbst die Wahl

Noch ein paar sonnig milde Tage
Nach kühl gehauchten Nächten
Feine Düfte halten sich in Waage
Derweil Laub sich häuft zu Wächten

© Hans-Peter Zürcher



 

Des Sommers Ende

Noch einmal heizt die Sonne
Nach einer gekühlten Nacht
Verschleiert noch der Morgen
Über Tau genässten Wiesen

Noch einmal reizen Rosen
Mit ihrem betörenden Duft
Verschwenderisch gebläut
Derweil das Himmelszelt

Noch einmal keimt die Liebe
Wallend in süßesten Wogen
Gefühle die Herzen erfreuen
Wie wärmender Sonnenstrahl

Noch einmal singen Lieder
Verträumter Sommernächte
Erahnend das leise Sterben
Des Sommers letzte Stund

© Hans-Peter Zürcher




Fallende Wasser

Ein leiser Hauch von Kühle
Webt seinen Schleier fein
Aus tausend Tröpfchen wachsen Gefühle
Ein Schauer bewegt unser Sein

Was eben noch leise und träg
Floss aus einem stillen Quell
Sucht im freien Fall nun seinen Weg
Schäumend spritzen lärmend hell

Fallende Wasser im Donnerhall
Lassen Fels und Grund erzittern
Tosend ziehen sie hinab ins Tal
Als würden hundert Wetter gewittern

Doch bald schon fließen sie in Ruh
Als wäre es immer so gewesen
Den fernen weiten Meeren zu
Der fallenden Wasser beseelte Wesen

© Hans-Peter Zürcher



Abend

Wenn weißes Licht den Abend flutet
Ein Lüftchen hoch im Baume wispert
Ziehen leise Wolken auf am Firmament

Gross geballt ganz kleine weiß und hell
Auch dunkle spielen mitunter dabei
Ein kühler Hauch streift mein Gesicht

Mönchsgrasmücken und Amseln lieden
Lassen erklingen was der Tag gebracht
Im nahen Busch da zirpen die Grillen

 Der Brunnen der singt leise vor sich hin
Von Ach und Weh und schönen Stunden
In weiter Ferne lachen fröhlich Kinder 


Am Himmel wechseln Blau und Grau
Ins Dunkelwerden bellt nah ein Hund

Letzter Sonnenstrahl verklingt im Raum

© Hans-Peter Zürcher



An den Mai

Ein sanfter Regen durch die Nacht
Hat sie still zum Leuchten gebracht

Wie Tränen voller Sehnsucht leise
Zieren sie die Natur auf ihre Weise

Als wär’s ein Kuss von jedem Tropfen
Der lässt so manch Herzchen klopfen

Voller Sehnsucht ganz tief hinein
Singen die Perlen gross und klein

Betörend mit verführerischen Noten
Verbreiten sie Klänge als Liebesboten

Voller Hoffnung und Zärtlichkeiten
Wollen sie durch den Mai begleiten

Perlen so schön und glänzend fein
Ja, das kann doch nur die Liebe sein

© Hans-Peter Zürcher



Lobgesang

Aus lichtem Weiss
Wird in Stille geboren
Was sich im Grün verliert

Süße Düfte locken
Hell die Farben singen
Lieblich der Natur Klang

Ein leises Lächeln
Veredelt unser Dasein
Lässt Seelen freudig atmen

Frühling ist’s
Ein einzig Lobgesang
Erklingt aus nah und fern

© Hans-Peter Zürcher



Auf den Frühling

Längst sind sie verklungen
Noch leer die Kinderstuben
Der Amselgesang zersungen

Was jetzt noch kalt gefroren
 Unterm Schnee sich leise regt
Wird in Bälde schon geboren

Wandelnd mit hellem Klang
Mit all seinen satten Farben
Und lieblichem Vogelgesang

Erwachet zu neuem Leben
Strömt hinaus ins weite Land
Birgt in sich Liebe und Segen

Voller mildem Sonnenschein
Lädt er zum Fest und Tanze
Bei einem Gläschen Wein

 Belebt sind Feld und Wald
Auch in Hecken tut sich was
Es knospet was blühet bald

Gurgelnd flüstert’s im Bache
Singend die Wiesen duften
Kalif der Storch hält Wache

Fein duftende Blüten zieren
So erfreut sich jung und alt
Diesem Frühlingsjubilieren

© Hans-Peter Zürcher


Eisblumen
Nun blüh’n sie wieder schön und fein
Die eisigen kleinen Blümelein
Auf Fensterscheiben und im Garten
Voller Pracht und in vielerlei Arten
Umspült von lichten Nebelschwaden
Lässt’s die Blumen im Taue baden
Der Frostnacht entwichene Eisesluft
Lässt erstarren die feuchte Kluft
Auch manches Herz in tiefer Trauer
Erlag des Frostes kaltem Schauer
Der Liebe Wärme nur lässt es tauen
Um so große Freude aufzubauen
So auch die letzen Gartenrosen fein
Blühen auf in ihrem vergänglich' sein
Und die Eisblumen mit ihrer Pracht
Die freuen sich auf eine eisige Nacht
© Hans-Peter Zürcher


Herbstnacht
Sterne funkeln hell und leise
Kann hören ihren Gesang
Singen ganz leise eine Weise
Ein sanfter Sphärenklang
Verwoben mit dem Mondenlicht
Kann fühlen seinen Hauch
Lieder voller Hoffnung schlicht
Kommt in mir Sehnsucht auf
Sterne funkeln hell und leise
Kann hören ihren Gesang
Singen von Liebe eine Weise
Ein zarter Herzensklang
© Hans-Peter Zürcher



In stillen Gedanken

Letzte Frühnebel steigen aus der Ewigkeit
Bevor die Sonne auch ihre Schatten auflöst
Und sich Endlichkeit in lichten Tag verliert

Leise und sacht dringt Leben in die Stille
In luziden Hauch von Trauer gebunden
Die als Träne still ihre Spuren hinterlässt

Nur kurz glitzert sie auf im milden Licht
Ein Moment voller Hoffnung und Zuversicht
Für all die die ihre Ruh in Ewigkeit gefunden

© Hans-Peter Zürcher



Herbstgedanken
Solange noch milde Jugend in uns schlummert
Die Farben uns leuchtend aus den Augen strahlen
Und wir durch diesen Glanz noch Liebe fühlen
... Ja solange sind wir noch jung
Solange noch unsere Herzen im Takte singen
Warmes Blut durch unsere Adern fließt
Und in uns Sehnsuchtsschmerzen brennen
... Ja solange sind wir noch jung
Solange in uns noch ein Lichtlein brennt
Das uns begleitet in dunklen Stunden
Mit Wärme Freud und Liebe uns beschert
... Ja solange sind wir noch jung
Selbst wenn das letzte güldene Blatt gefallen
Unsere Augen müde trüb und matt
Aber wir unsere Liebe noch erfühlen
... Ja solange sind wir noch jung
Auch wenn wir eines Tages dann
Uns legen hin zur ewigen Ruh
Und unsere Seelen sich in Liebe finden
... Ja dann bleiben wir auf immer jung
© Hans-Peter Zürcher




An die Liebe

Die Liebe besteht
Aus feinsten Klängen
Von leisen Herztönen
Die in feiner Harmonie
Und stetem Gleichklang
Schwingungen erzeugen
Die Menschen verbinden

Genauso verlieren sich
meine Gedanken auch
in dein liebend Herz
und verbindet sich so
mit meinem Herzen
das von Sehnsucht
und Tränen singt
und flüstert
ich liebe
dich

© Hans-Peter Zürcher


Herbstnacht
Sterne funkeln hell und leise
Kann hören ihren Klang
Singen ganz leise eine Weise
Ein sanfter Sphärengesang
Verwoben mit dem Mondeslicht
Kann fühlen seinen Hauch
Lieder voller Hoffnung schlicht
Kommt in mir Sehnsucht auf
Sterne funkeln hell und leise
Kann hören ihren Klang
Singen von Liebe eine Weise
Ein zarter Herzensgesang
© Hans-Peter Zürcher


Blätter
  
Stumpf und trostlos
Sinken sie darnieder
Verloren ihren Glanz
Der Bäume fahlen Blätter

Einst stolz sie ihre Lieder
Aus hohem Geäst gesungen
Im leisen Windgehauche
Der Bäume grüne Blätter

In vielen Farben aufgeblüht
Im Frühling ihres Alters
Geziert von güldem Sonnelicht
Der Bäume bunten Blätter

Nun liegen sie zuhauf
Auf Mutters Erdenschoss
Hingesunken von wo sie kamen
Der Bäume Blattgewand

© Hans-Peter Zürcher



© LYRIK + POESIE by Hans-Peter Zürcher